Private Puppen?

Private Puppets? Private Puppen? Was soll das bedeuten? Privat?  Liegen sie mit Bademantel vor dem Fernseher? Streifen sie in unser Wohnung umher und verschieben die Möbel? Einige sind es schon. Nicht Möbel. Puppen! Handpuppen in erster Linie. In zweiter auch. Eine Wohngemeinschaft. Fast. Mittlerweile. Fünfzig an der Zahl. Tendenz steigend. Die Puppenpopulation. Irgendwann übernehmen sie die Wohnung. Dann die Straße. Letztendlich die ganze Stadt. In Puppenhand. Der Handpuppen. Gründen sie das Puppenland! Und was wird aus uns? Wer hat dann wen in der Hand? Frage ich manchmal Schwein. Es antwortet trocken: „Das ist die Evolution, mein lieber Humanus!“ In unserer Wohnung beginnt sie. Überall lungern sie rum. Viel Privatsphäre ist da nicht. Die schauen ja immer zu. Melden sich zu Wort. Ungefragt und mintunter recht patzig in ihrer Ansprache. Lauern. Auf ihren Vorteil. Bequatschen uns. „Gib´mir die Hauptrolle. Ich bin für die große Bühne geboren!“ Meint Schwein. Jeden Tag.  Dazu die unstillbare Geltungssucht. Karriere wollen sie alle machen. Aber nichts dafür tun. Nur divenhaft am Vorhang rum nesteln und den Text vergessen, wenn es drauf ankommt. Ach, es sind so viele. Puppen. Eine wird schon Talent haben. Maulwurf Schnurz vielleicht. Der hat das Zeug. Zum berühmt werden. Dann regnet es Gold. Wir werden reich. Und nichts bleibt mehr privat. Das ist der Plan. Notiere für morgen: Neuer Knebelvertrag für Maukwurf Schnurz. Ach Scheibenkleister. Der ist ja bei der Waldpolizei!


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